| Niedersfeld |
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Not und Armut im 15. Jahrhundert | | Im Jahre 1512 wurde das Dorf durch die Soester zerstört, die gegen Hildebrand Gogreve zogen. Unruhe und Drangsal ereilten es auch in der Zeitder Glaubensspaltung (1582 - 1583), während des 30jährigen Krieges (1618 - 1648), während des 7 jährigen Krieges (1756 - 1763) und obendrein später, als es wie das ganze Sauerland arg gebeutelt wurde von durchziehenden Soldaten, die verpflegt werden mussten und die Häuser und Höfe plünderten. All dies brach aber nicht die Arbeitskraft und den Mut zum Wiederaufbau und Neubeginn. | |
Die Anfänge von Handel und Handwerk
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| | Wie in vielen Orten des oberen Sauerlandes wurden
neben der Land- und Viehwirtschaft, die den
Hauptlebensunterhalt für viele Familien darstellten,
auch in und um Niedersfeld Eisenerze verhüttet
und verarbeitet. So auf der Hütte bei Niedersfeld,
die schon 1612 erwähnt wird, aber bereits 1809 als
aufgegeben gilt. Die Verarbeitung des Erzes erfolgte
durch Hammer- oder Nagelschmieden. Etwa ab
1830 machte sich die Konkurrenz des Industriegebietes
an der unteren Ruhr und des Auslandes
bemerkbar, was zur Aufgabe vieler Betriebe führte.
Neben der Eisenverhüttung und der Köhlerei, die ja hierfür unbedingt notwendig war, spielten auch
andere Erwerbszweige wie die Müllerei, die Holz und
Metallverarbeitung, der Schieferabbau sowie
die Woll- und Leinenweberei eine wichtige Rolle als
Existenzgrundlage für die Bevölkerung. | Eine beträchtliche Zahl der Sauerländer trieb Handel mit den gefertigten Waren im Bergischen Land und Siegerland, in Holland, Sachsen oder Pommern. Dies wurde begünstigt durch die Nähe der wichtigen Handelsstraßen, wie z. B. der Heidenstraße, die von Köln über Wormbach, Winterberg, Küstelberg durch das Sauerland nach Usseln und weiter nach Leipzig führte.
Ansonsten verbanden nur kleine Wirtschaftswege, meist über Höhenzüge hinweg, die Siedlungen. Moderne Straßen wurden erst im 19. Jahrhundert gebaut. Ebenso wie der geregelte Postverkehr um diese Zeit eingerichtet wurde, obwohl schon 1740 eine Reitpost zwischen Arnsberg und Marsberg bestand. Ab 1835 stellte Niedersfeld sogar einen Mittelpunkt im Postverkehr dar. | |
Das 20. Jahrhundert | | | | Im Mai 1902 wurde die Kleinbahn Steinhelle – Medebach in Betrieb genommen, die für den Güter und Personenverkehr auch der umliegenden Orte große Bedeutung hatte. Bedingt durch die verstärkte Verlagerung des Verkehrs auf die immer besser ausgebauten Straßen wurde diese Bahnstrecke 1952 stillgelegt, was der Erschließung des Gebietes als Erholungs- und Wintersportgebiet keinen Abbruch tat. Hatte Niedersfeld im Ersten Weltkrieg einige seiner
Bewohner verloren und unter der Lebensmittelknappheit
gelitten, so wurde es im zweiten Weltkrieg
durch die hier unmittelbar stattfindenden
Kämpfe der letzten Kriegstage stark zerstört.
Schon bald zeigte sich das Dorf aber wieder mit
seinen schmucken Häusern und Vorgärten im alten
Glanz. Der Ausbau der Straße tat ein Übriges, so
dass auch Niedersfeld bald die ersten Gäste nicht
nur aus den Industriegebieten anzog. | | | | 1975 wurde der Ort zur Stadt Winterberg eingemeindet
und ist heute mit seinen ca. 2.000 Einwohnern im Sommer wie im Winter ein beliebter Erholungsort am Fuße des Langenberges, der höchsten Erhebung Nordrhein-Westfalens. Naturfreunde finden hier ein Wandergebiet reich an Abwechslungen, wie z. B. die nahe gelegene Hochheide, eine unter Naturschutz stehende Heidelandschaft mit moorartigen Quellenmulden und seltenem nordischen bzw. alpenländischen Pflanzenbewuchs.
Wintersportler lockt der Ort mit reizvollen Loipen und gut präparierten Abfahrtshängen. So bietet das Dorf an der jungen Ruhr dem Urlauber Aktivität, Entspannung und Erholung. | | |
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